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Estland hat in den vergangen Jahren immer wieder bewiesen, wie nah es am Europaeischen Musikgeschmack ist. Es gab stets moderne und wohlklingende Beitraege, die das Zeug zum Hit hatten, wie z.B. "Once in a lifetime" von Ines 2000, oder "Runaway" von Sahlene 2002. Dementsprechend schnitt Estland immer gut ab und qualifizierte sich automatisch fuer das naechste Jahr. Doch im letzten Jahr in Riga schnitt Rufus mit "Eighties coming back" ueberraschenderweise nicht so gut ab. Somit muss Estland nun in der Qualifikationsrunde am 12. Mai um einen Platz fuer das grosse Finale am Samstag kaempfen.
Ob es dieses Jahr so einfach fuer Estland sein wird, ist die grosse Frage. Es war das erste mal in der Eurovisions-Geschichte fuer Estland, dass bei der estnischen Vorentscheidung per Televoting abgestimmt wurde. Hier gab es grosse Probleme mit der Auswertung, weil nicht alle eingehenden Anrufer gezaehlt werden konnten. Aus den zehn vorgestellten Titeln ging die Folklore-Gruppe Neiokõsõ mit dem Titel "Tii" als klarer Sieger hervor, trotzdem unter den Finalisten auch Maarja dabei war, die Estland schon zweimal vertreten durfte 1996 und 1997 und sich immer gut platzierte.
Die Gruppe singt auf "Võru", einer Sprache, die in Suedestland gesprochen wird. Ob letztendlich doch auf Englisch gesungen wird, bleibt unklar. Fest steht, dass Estland mit diesem extravaganten Musikstueck nicht an die hitverdaechtigen Songs der vergangenen Jahre anschliessen kann. Alle anderen Laender versuchen modernere internationalere Beitraege auszuwaehlen, um hinterher einen europaweiten Erfolg feiern zu koennen, doch damit wird es Estland in diesem Jahr schwer haben.
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