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Live berichtet vom ESC 2001 aus Kopenhagen

Samstag 12.05.2001


Auf der anschließenden Pressekonferenz: die Sieger aus Estland Tanel Padar und Dave Benton freuen sich mit den Dänen Rollo & King und Signe, die auf den zweiten Platz gekommen sind..
Die Esten können es noch gar nicht fassen, nach der krimireifen Punktevergabe, schaffte es das erste Mal ein Land aus Osteuropa, den Sieg einzuheimsen.
Mit diesem Ergebnis hat wirklich niemand gerechnet. Estland hat in den Wetten im hinteren Mittelfeld gelegen. Gleich 9 Mal bekamen Estland die Höchstwertung von 12 Punkten
Auch Natasja Crone, die diesjährige Präsentatorin des Grand Prix, genoß sichtlich die After-Show-Party, ihre halb-witzige und teilweise unpassende Moderation wurde von vielen kritisiert.
Sie gewann den ersten Grand Prix 1956 in Lugano: Lys Assia mit "Refrain".
Warum sieht Johnny denn heute so fertig aus? Er stand doch heute gar nicht auf der Bühne!
Sie bestritten den Interval Act: die dänische Gruppe Aqua. Sie heizten die Stimmung im Parken ein, hier sehen sie richtig kultiviert aus.
Sie freuten sich immer noch, doch die Dänen gönnten ihnen nicht so recht den Sieg.
Ob der Song "Everybody" in die Hitparaden Europas einkehrt, bleibt fraglich. Das Lied ist zwar recht fröhlich, aber hat nicht wirklich das Zeug zum Hit im Gegensatz zu Griechenland oder Slowenien, die den Sieg wirlich verdient hätten.
European Party People! Der Grand Prix war immer sehenswert, allein wegen der schrägen Vögel.
Nicki French ist auch auf der After-Show-Reception die Party-Fee. Sie sang vor einem Jahr in Stockholm "Dont play that song again", nun wurde es hier in Kopenhagen Wahrheit!
Das bittere Ende einer Party!


Freitag 11.05.2001



Ein scheinbar gemütlicher Abend vor dem Parken Stadion, es gab ein großes Verkehrschaos, Staßen wurden gesprerrt und die Menschen pilgerten zu Tausenden zum Austragungsort des diesjährigen Grand Prix. Allerdings mußte man schon spätestens um 8 Uhr in Halle sein, da man sonst trotz gültigem Ticket nicht mehr hereingelassen wurde. Ist halt alles sehr streng, auch bei der Generalprobe. Es wurden noch Tickets auf dem Schwarzmarkt für horrende Preise verkauft. Und das für nur für eine Probe, wo die Hälfte der Show eh weggefallen ist, weil es ja keine Bewertung gab. Die teuersten Plätze kosteten 430 DM! In der Halle wird jeder Grand Prix Lieberhaber einen Schock bekommen haben. Man befand sich nicht nur in einem Fussballstadion, sondern es wirkte auch so. Die Stimmung wurde durch eine La Ola-Welle angekurbelt, doch die Zuschauer zogen es vor, die Bierzeltstimmung á la Oktoberfest zu genießen. Die Musik lief eher beiläufig. Somit herrschte eine enorme Unruhe. Das Publikum lief wie verrückt durch die Manege. Ganz furchtbar waren die Stehplätze, da nicht genug Menschen dieses letzte Ende der Arena füllte, sah man leider zu oft eine gähnend große Lücke. Das sonst so begeisterungsfreudige skandinavische Volk, hielt sich mit dem Applaus dezent zurück. Nur bei Schweden, Slowenien und Dänemark tobte der Saal. Für alle Zuschauer, die am Samstag eine schöne Sendung in alter Tradition erwarten, müssen wir leider an dieser Stelle enttäuschen. Nach der Eurovisionsfanfare stellt sich nicht das Land Dänemark vor, sondern es gibt gar kein Intro. Die Olsen-Brothers fangen sofort an zu singen. Leider wird es immer schlechter: die Moderatoren sind weder witzig, noch gut gekleidet und zerstören jegliche Spannung mit ihrem Klamauk. Bleibt nur zu hoffen, dass man noch etwas für die Live-Übertragung ändern wird. Man sieht nie ein Logo, die Anzeigetafel sind aus wie bei der Bundesliga, dier Interval Act ist Aqua. Im großen und ganzen kann man sagen, dass sich das dänische Fernsehen (DR) keinerlei Mühe gegeben hat, die Tradtionen des Grand Prix zu pflegen, nicht bereit war, Innovationen mit einzubauen und allein durch die größe der Arena bestechen will. Vor allem ist es enttäuschend, dass im Jahre 2001 noch so schlechte Kameraeinstellungen gewählt werden, und dem Geschmack der Zeit nichts abgewonnen werden konnte. Die Lieder selbst sind in Ordnung, allerdings ist der Anfang recht langsam und dir richtige Stimmung beginnt erst ab der Mitte, wo wohl leider schon die meisten Nicht-Fans abgeschaltet haben werden und die guten Beiträge nicht mehr sehen. Die Videoclips sind nett, aber auch nicht wirklich witzig. Also kein Vergleich zu Stockholm und die vergangenen Jahre, da wirkte der Grand Prix 1983 in München noch professionell, als Marlene Charell mit Stil und Niveau durch die Show begleitete. Das Motto sollte nicht "Good Evening Europe", sondern "Good Bye Europe" heißen. Das Stadion ist einfach nicht geeignet, die Show stimmungsmäßig rüber zu bringen. Sehr sehr schade Dänemark!.


Donnerstag 10.05.2001


Michelle gibt noch einmal alles: hier bei der Probe. Diesmal klappte es schon wesentlich besser mit Gesang und Kameraabstimmung. Sie ist aber schon sehr aufgeregt.
Hier sind die Dänen zu einem kleinen Foto-Shooting zu haben gewesen. Das ganze Land steht hinter ihnen und wird sie mit einem riesengroßen Applaus ehren. Der Vorteil der Dänen, sie gehen als Startnummer 23 in Rennen. Somit könnten sie den Zuschauern am längsten im Ohr bleiben.
Kroatien feierte sich selbst. Auf dem Empfang in einer Kellerbar brachten die kroatische Sängerin Vanna und ihre Konkurrentin Nusa aus Slowenien eine mediterrane Stimmung ins kühle Nordeuropa.
Neben einem kulinarischen Hochgenuß gab Vanna noch ihren Titel "The strings of my heart" zum besten. Dies war mit Abstand die netteste Party in Kopenhagen.


Mittwoch 09.05.2001


Der Norweger Haldor bei der Probe, nach lange Diskussion hat Danmark Radio doch die Flaggen wieder eingeblendet.
In der deutschen Botschaft trifft Michelle auf den deutschen Botschafter Johann Dreher.
Festliche Überreichung des Amadeus Awards aus Österreich in der Kategorie bester weiblicher Solo-Gesang.
Die Olsen Brother überraschten Michelle und sangen ihr den Beatles Hit "Michelle", Michelle war zu Tränen gerührt.
Ein Interview jagt das nächste. Die arme Michelle nahm dies mit Gelassenheit, sie ist eben Profi in ihrem Business.
Die hübsche Engländerin Lindsay erfreute sich an den deutschen Delikatessen.
Die Olsen Brothers über schon mal für Samstag, dort treten sie nämlich als Stargäste auf.
Cocktail-Party im Tivoli: hier feiern die Sänger und Anhänger schon einmal.
Der Israeli trifft den Spanier. Der Grand Prix vereinigt alle Nationen!
Der gute alte Johnny Logan vor seinem Konzert in Kopenhagen wirkt sichtlich nervös.
Auf der norwegischen Party im Park-Café brachte er seine überarbeiteten Songs "What's another year" und "Hold me now" zum besten..
Ein böser Fan konnte sich wohl offensichtlich nicht mit dem Pressematerial von Lindsay anfreunden!


Dienstag 08.05.2001


Unsere Deutsche bei der Pressekonferenz im Parken Stadion.
Sie stand Rede und Antwort. Links von Michelle ist Herr Dr Jürgen Meier-Beer, der NDR-Unterhaltungs-Chef zu sehen.
Der Spanische Sänger David ist glücklich, dass die Proben so gut gelungen sind.
Immer gut drauf und zu spontanen Tanzeinlagen zu haben, der Spanier.
Der türkische Sänger Sedat genießt den Abend auf der slowenischen Party.
Die Portugiesin Fernanda ist immer Background-Sängerin, wenn Portugal dabei ist!


Montag 07.05.2001


Michelle und Michelle. Niederlande und Deutschland treffen aufeinander umringt von Journalisten und Kammerateams. Unsere Michelle hat am Ankunftstag schon die erste Bewährungsprobe hinter sich, da ihr Kleid am Flughafen verloren gegangen ist. Zum Glück wurde es bereits nach einer Stunde wieder gefunden.
Eine der wenigen Augenblicke, in denen man Michelle zu Gesicht bekam.
Peter Urban ist die deutsche Stimme am Samstag in der ARD. Er spricht den Kommentar für Deutschland. Bekannt ist er durch seine Moderationen beim NDR Radio.
Die dänische Sängerin strahlt über die positive Resonanz der Presse.
Die Gewinner aus Stockholm 2000 "The Olsen Brothers".
Die Isländische Gruppe "Two Tricky"
Ein Herz für den Grand Prix: der Norweger Haldor Laegreid beim Staatsempfang im Kopenhagener Rathaus.
Erica Jennings aus Irland, singt für Litauen in Dänemark! Sie hat Stil!
Sind das die Strings ihres Herzens? Die Kroatin Vanna im Euroclub.
Die gigantische Bühne wärend der Proben, am Samstag werden 800 Millionen Zuschauer weltweit gespannt auf diese Bühne schauen.
Die isländische Probe auf der beleuchteten Bühne ist beeindruckend. Der Sound ist noch nicht perfekt, aber daran wird gearbeitet. Die ganze Arena ist so gross, als würde ein Rockkonzert stattfinden. Es ist bis jetzt noch nicht klar, ob es Stehplätze im Parkett geben wird.
Mitten durch Die Bühne geht eine große Treppe. Die Beleuchtung mit Lasern und Spots gibt ein aufregendes Bühnenbild.


Sonntag 06.05.2001


Das ist das Parken Stadion, ein Fußball Stadion, in dem 38.000 Zuschauer am Samstag das Finale des Grand Prix d'Eurovision verfolgen werden.
Extra für dieses Event wird das Parken überdacht werden. Welch eine Stimmung hier sein wird, mag man noch gar nicht ausdenken, denn die Dänen sind absolut begeistert vom Eurovision Song Contest - denn es ist das Top-Event in Dänemark.
Hier sieht man die 250 qm große Bühne. Sie wird von einem 4,5 Millionen Watt System unterstützt und ist damit 5 mal größer, als die größten Rockkonzerte von Pink Floyd, Michael Jackson und den Rolling Stones! Sie verfügt über 20 Kameras, 5 Kräne und 200 Lautsprecher. Für den Grand Prix Abend stehen 35.000 Hotdogs und 52.000 Liter Bier für die Zuschauer bereit!
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